Es ist Zeit für soziale Osmose

Ist die Diffamierung des Mannes und die Hervorhebung der Frau sexistisch? Frauen verlangen Gehör, schlichtweg, weil sie Frauen sind. Das ist für mich kein Argument. Genauso wenig wie die Brüste von femen-Aktivistinnen.

Ja, das ist Sexismus, denn pauschalisierende Urteile und Verdächtigungen aber auch Besserstellungen werden auf Grund des Geschlechtes geäußert. Dabei ist doch völlig egal, welches Geschlecht ein Mensch hat (wird das nicht sogar so propagiert?). Es geht doch darum, ob ich mit diesem Menschen umgehen kann oder nicht. Blöde Leute gibt es in allen Kategorien und Farben.

Die ganze Streiterei Frau vs. Mann, hetero vs. homo, McDonald vs. Burgerking hat am Ende nur zu einem geführt: Trennung.
 
Wie kommt man aus der Nummer wieder raus? Nun, ich glaube, dass die Lösung darin besteht, auf die gruppenbezogenen Definitionen zu pfeifen und mit den Menschen Umgang zu pflegen, die man mag oder interessant findet.
Und immer wieder sollte den Menschen Einhalt geboten werden, die weiter trennen wollen, die unterscheiden in ein pauschales WIR und DIE. Das ist nicht immer einfach, weil man selbst auch gern Teil einer Gruppe sein möchte. Aber es ist wichtig: Es gibt DIE nicht. Es gibt einzelne Menschen und es gibt Interessengruppen, die sehr gut mit Gruppenzuschreibungen arbeiten können, weil sie damit die eigene Gruppe (nennen wir sie FANS) zusammenhalten und gegen andere instrumentalisieren können.
Wir reden oft von den verschiedenen Seiten: links, rechts, pro-Corona, anti-Corona, feministisch und antifeministisch. Damit wollen wir Menschen beschreiben, doch wir labeln sie einfach nur. Der Mensch ist zu komplex, um derart einfach abgestempelt zu werden.
Und ich glaube, dass in vielen Menschen interessante Gedanken zu finden sind. Man kommt nur oft nicht ran, weil die Abgrenzungen untereinander zu undurchlässig sind.
Wird Zeit für soziale Osmose - kommen wir wieder raus aus unseren Blasen und reden miteinander.
 
Amen!
Autorin: Juliane Uhl
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