Friedenspanzer - Ein Kommentar

Im ZEIT-Artikel "Haben wir die Abschreckung verlernt?", schreibt Jan Ross über seine Idee zum Sieg über Russland und andere "potentielle Gefahrenstaaten". Es reiche nicht mehr aus, dass Russland und USA einander nuklear gefährlich sein können. Vielmehr müsse der Westen, womit der Autor vor allem Deutschland meint, aktiv werden.

Man muss [...] durch sein Verhalten beweisen, dass man bereit ist, Risiken einzugehen und Opfer zu bringen.

Doch wer ist dieses "man", das sich da beweisen soll? Ganz sicher sind es weder Journalisten noch Politiker. Nein, es ist die deutsche Bevölkerung. Deutsche Soldaten der Bundeswehr sollen in einen Krieg gegen Russland ziehen. So zumindest schimmert es zwischen den Zeilen, die immer wieder nach Taten rufen. Da reiht sich der TV-Spot der Bundeswehr gut ein,  der zeigt, wie wichtig der Einsatz der Soldaten in den Kriegen der Welt ist. Nur durch diese können wir auch in Zukunft in Ruhe Macarons essen.

Jan Ross besteht darauf, dass eine "existenzielle politische Notwendigkeit" geboten ist, um zukünftigen Aggressionen vorzubeugen. Unsere "moralische Verpflichtung" bestehe darin, die territoriale Integrität der Ukraine wieder herzustellen. Moral und Existenzielles sind recht große Begriffe, mit denen der Leser da konfrontiert wird. Doch gehen diese überhaupt zusammen?

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9 Wochen Zeit - Woche 1/3 - Anna Mayr

 S.  3/1: Frauen an die Arbeit // Anna Mayr

Sehr geehrte Anna Mayr,

vielen Dank für Ihren Artikel „Frauen an die Arbeit“ in der Ausgabe 30 der ZEIT. Honecker wäre stolz auf Sie gewesen.

Sie fordern mehr Frauen in die Vollbeschäftigung, weil das gut für die Gemeinschaft sei und Sie finden, dass es gerechter sei, wenn alle Menschen Erwerbsarbeit leisten, auch wenn sie "nervig sein kann und ausbeuterisch".

Frauen, die sich selbst um ihren Haushalt kümmern, nähmen professionellen Reinigungskräften die Jobs weg und drücken die Löhne. Ein sehr kreativer Denkansatz, den Sie da wählen. Ihre Lösung besteht darin, dass Frauen mehr außer Haus arbeiten und den Haushalt an Putzkräfte outsourcen. Die Arbeit übrigens, die sie abwertend unter „Wäschelegen“ zusammenfassen. Das können doch die anderen machen, „diese Arbeitskräfte, noch dazu meist migrantisch, ohne deutschen Pass“. Hört sich ein bisschen an, als sollte jede Frau ihren migrantischen Sklaven zu Hause haben. Die migrantische Hausangestellte übrigens, die dann das Geld nach Hause schickt zu ihren Kindern, die sie nicht sehen kann.

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9 Wochen Zeit - Woche 1/1 Mariam Lau

Schreibübung: 9 Wochen DIE ZEIT lesen und den Autoren antworten.

WOCHE 1 // Ausgabe Nummer 30

S.  1/1: Welche Krise? // Mariam Lau:

Sehr geehrte Frau Lau,

Danke, dass Sie das Alte-Weiße-Männer-Motiv nutzen, um mich von den Ideen der CDU/CSU abzuschrecken. Wenn diese Parteien meinen, sie könnten mich Leserin mit so ein bisschen Zeugs kaufen, dann haben sie sich geschnitten. So sollte ich wohl denken, doch leider verfängt das bei mir nicht, denn ich - als deutsche Bürgerin - würde mich über einen Winter in einer warmen Wohnung und die Verfügbarkeit von "Wurst" freuen.

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9 Wochen Zeit - Woche 1/2 Mark Schieritz

 S.  1/2: Wer zahlt? // Mark Schieritz:

Sehr geehrter Herr Schieritz,

auf Seite 1 der Ausgabe Nummer 30 schreiben Sie unter der Frage "Wer zahlt?", dass bald die Rechnung für "die verfehlte deutsche Energiepolitik" fällig sein würde. Das ausbleibende russische Gas ist das Problem, dass uns Unsummen kosten wird, denn es soll Entlastungspakete und "Stützungsprogramme für Unternehmen" geben. Geldgeber, da Sie meinen, dass Sparmaßnahmen allein nicht ausreichen werden, müssen die Wohlhabenderen sein. Sie platzieren die Worte "Lastenausgleich" und "Kriegssoli" locker in dem Text und spuren schon einmal die Loipe vor, in die wir wohl bald gesetzt werden.

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Kommentar zum Selbstbestimmungsgesetz

Tessa Ganserer, Lia Thomas - das sind die Namen, die in den letzten Monaten auftauchten, wenn es um die absurden Auswirkungen geht, die der Transaktivismus inzwischen mit sich bringt. Ein Mann, der sich wie eine Frau fühlt, besetzt einen Frauenquotenplatz. Und eine Frau, die mit einem Männerkörper (der eben nicht nur durch einen Penis bestimmt ist), den Frauenkörpern davon schwimmt und dafür Preise abräumt. Man kann sich das ansehen, darüber schmunzeln, denken, dass die Revolution ihre eigenen Kinder frisst, und es wieder vergessen. Denn: Was geht mich das Thema an? Wenn man sich jedoch die Ideen hinter dem geplanten Selbstbestimmungsgesetz anschaut, dann kommt man ins Stocken, vor allem wenn man Kinder hat. Denn laut des Gesetzesentwurfes der Grünen und der FDP sollen Jugendliche ab 14 Jahren per Sprechakt ihren Geschlechtseintrag ändern können. Die Eltern haben dabei nichts zu melden. Ein pupertierendes Kind soll also in einer Phase der Unsicherheit und Umstellung solch weitreichende Entscheidungen treffen?

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